Vermittlungsablauf
Bitte beachten Sie!
Viele Interessenten kontaktieren uns telefonisch oder per eMail. Gerne stehen wir ihnen hier beratend zur Verfügung. Da unser gesamtes Team neben dem ehrenamtlichem Engagement auch noch einen ganz normalen "Alltag" bewältigt, sind uns Email-Anfragen prinzipiell am liebsten- so können wir uns das passende Zeitfenster für eine ausführliche und exakte Beantwortung ihrer Anliegen aussuchen und sie dann gegebenenfalls auch zurückrufen. Eins sollten wir an dieser Stelle schon erwähnen: Eine Dogge wollen und werden wir auf diesem Weg jedoch nicht vermitteln. Hierzu ist auch bei uns ein gewisser kleiner aber trotzdem bürokratischer Weg notwendig.
Generelles
Unsere Hauptintention bei der Vermittlung liegt darin, den richtigen Hund zu den richtigen Menschen
zu bekommen. Nur das hat die größtmögliche Chance auf eine lange und dauerhafte Vermittlung . Das
bedeutet unter anderem auch dass wir im Normalfall nicht gleichgeschlechtlich vermitteln und es keine
Hunde zur "Vermehrung" bei uns geben wird. Bitte beachten Sie
dass wir kein Tierheim sind. NotDogge e.V. arbeitet bundesweit. Wir betreiben
zwar bundesweit Auffangstationen, trotzdem wird bei uns etwas anders gearbeitet als
woanders. Wir sind nicht bestrebt unsere Schützlinge auf Biegen und Brechen irgendwo schnell unter
zu bekommen - ganz im Gegenteil.
Sie werden öfter einmal feststellen, das Hunde auf
unserer Seite zur Zeit gar nicht vermittelt werden. Das hat den Grund, dass wir uns mit unseren
Vermittlungshunden viel Mühe geben und der jeweilige Hund uns vielleicht gerade nicht geeignet
erscheint für eine Vermittlung. Wir sind immer bestrebt, ihnen als Interessenten möglichst
genaue Angaben zum jeweiligen Hund machen zu können. Deshalb beschönigen oder umschreiben wir auf
unserer Seite auch nichts. Jeder soll so genau wie möglich wissen, was evtl. auf ihn zukommt.
"Kommen, ansehen, einpacken und ward nicht mehr gesehen" wird es bei uns nie geben. Wir bemühen
uns um die Hunde - und wir bemühen uns, für jeden Interessenten den möglichst passenden Hund zu
empfehlen. Dafür steht unser Konzept und so hat es sich in den letzten Jahren auch
bewährt.
Bitte denken Sie im Vorfeld auch bereits daran, dass wir im Normalfall nie
gleichgeschlechtlich vermitteln und wir auch keine Hündin zur Vermehrung oder einen Rüden als
Deckrüden für Hündinnen vermitteln werden.
Die 0700-NotDogge-Hotline
Diese Hotline-Nummer haben wir für Sie als Interessenten oder Hilfesuchende eingerichtet . Als
Servicenummer fallen hier Kosten von 6-12 Cent / Minute an.
NotDogge e.V. hat
übrigens nichts von diesen Kosten. Sie werden lediglich von der
Regulierungsbehörde und dem jeweiligen Serviceprovider erhoben.
Wenn Sie hier in der
Zeit von 7:30 Uhr bis 22:00 Uhr anrufen werden Sie automatisch an den zur Zeit zuständigen
Mitarbeiter weitergeschalten, der sich ihres Anrufes annimmt. Dies kann eine kleine Weile
dauern, je nachdem wie oft weitergeschalten werden muss - legen Sie deshalb bitte nicht auf, Sie
erreichen sicher jemanden.
Sie haben allgemeine Fragen zu einer der Doggen auf unserer Seite?
Hierzu wäre ein Telefonat, oder, wie oben geschrieben, eine email der richtige Weg. Meist beschreiben wir die Hunde so, wie sie uns von ihreren derzeitigen Haltern geschildert werden. Falls Sie für eine weitergehende Entscheidung mehr Angaben oder für Sie wichtige Informationen benötigen, die nicht aus der Beschreibung ersichtlich sind, versuchen wir gerne diese Angaben zu beschaffen. Auch bei allgemeinen Problemen oder Fragen stehen wir ihnen auf diesem Weg während der Hotlinezeiten zur Verfügung. Aber bitte denken Sie daran: Anrufe nach 21:00 Uhr sollten durchaus einen ernsten Grund haben. Anfragen zu Vermittlungshunden bitten wir bis zu dieser Uhrzeit vorzunehmen. Und wie schon erwähnt: E-Mails sind uns am allerliebsten!
Sie interessieren sich für eine Dogge auf unserer Seite?
Spätestens jetzt benötigen wir einen "Antrag für Doggeninteresenten" von ihnen. Diesen finden Sie in
der Kopfzeile unter "Broschüren & Formulare.
Füllen Sie diesen Antrag
bitte sorgfältig mit den benötigten Angaben und senden oder faxen Sie diesen
an uns zurück.
Auch die Zusendung auf dem Postweg an die angegebene Vereinsadresse
ist möglich. Die Faxnummer finden Sie direkt auf dem Fragebogen. Ebenso teilen Sie uns bitte
eine FESTNETZNUMMER mit. Gespräche über eine eventuelle Vermittlung, zu Hunden und deren
Eigenschaften können schon einmal längere Zeit in Anspruch nehmen. In Zeiten der immer
zahlreicher werdenden Mobilfunkanbieter und allgegenwärtiger Handynummern diverser Funknetze
denken viele anscheinend gar nicht mehr an die entstehenden Kosten. Diese Kosten müsste dann der
Verein übernehmen: und das wiederum geht zu Lasten der Tiere. Bitte haben Sie Verständnis dafür
dass wir darauf bestehen, von ihnen angerufen zu werden sollten Sie ausschliesslich
eine Mobilnummer besitzen.
Auch wenn Sie schon Kontakt mit unserem Team per E-Mmail
oder Telefon hatten, beachten Sie bitte, dass wir, was die Vermittlung angeht, ohne diesen
Anfragebogen nicht tätig werden können. Er ist die Grundlage jeder Vermittlung und dient als
Basis für alle Gespräche, Besuche oder die Vermittlung selbst und erst sobald dieser bei uns
eingetroffen ist können wir einen ersten Besuchstermin bei ihnen vereinbaren.
Die "Vorkontrolle" oder : Das persönliche Beratungsgespräch
Nach einem telefonischen Kontakt vereinbaren wir ein persönliches Beratungsgespräch bei Ihnen zu Hause. Wir legen Wert darauf, einen persönlichen Kontakt mit ihnen zu schaffen und ihnen sowohl vor, während, als auch nach der Vermittlung beratend zu Seite zu stehen. Natürlich möchten wir auch sehen wohin und zu wem einer unserer Schützlinge kommt, keine Frage. Aber im Mittelpunkt steht immer der beraterische Aspekt. Deshalb nehmen diese Besuche im Allgemeinen auch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter aus dem nähesten Kreis zu ihrem Wohnort wahr. Hier kann sich ebenfalls ein regionaler Kontakt nach einer erfolgten Vermittlung entwickeln, der für viele Vorteile bringen kann.
Die "Schutzgebühr" oder Unkostenpauschale - Was kostet der Hund?
Ein Hund, noch dazu eine grosse Rasse wie die Deutsche Dogge, kann keine Frage des Anschaffungspreises sein. Jeder, der sich an eine Tierschutzorganisation oder ein Tierheim wendet muss sich eigentlich darüber im Klaren sein, dass ein Hund dort nur den Bruchteil eines beim Züchter erworbenen Tieres kosten kann. Eine direkte Nachfrage nach dem "Preis" beim ersten Kontakt fördert also mehr das Unwohlsein beim Vermittelnden als dass es von uns als objektives Informationsbedürfnis des Interessenten aufgefasst wird. Bei NotDogge e.V. bezahlen Sie am Ende nur eine Unkostenpauschale. Diese ist allein abhängig vom Aufwand, den der Verein mit dem entsprechenden Hund hatte. Im Grundprinzip gibt es eine Mischkalkulation: Hunde, die bis zur Vermittlung beim Vorbesitzer bleiben können, verursachen relativ geringe Kosten. Problemfälle wie vernachlässigte oder kranke Hunde, die vom Verein übernommen werden, müssen oft wochenlang untergebracht, untersucht, gepflegt und versorgt werden um wieder vernünftige Vermittlungschancen zu erhalten. Diese Hunde verursachen Kosten die leicht in den vierstelligen Bereich führen- und wären somit für Interessenten preislich nicht mehr akzeptabel. Also werden solche Fälle von den anderen, die weniger aufwändig sind, mit aufgefangen. Um es in Zahlen auszudrücken: Bei uns wird sich die Schutzgebühr, wie die Unkostenpauschale auch genannt wird, im Normalfall immer im Bereich von ca. 250 Euro abspielen, wobei das Alter des Tieres eine maßgebliche Rolle spielt und schlussendlich immer der Platz vor den Preis zu setzen ist.
Wie kommt der Hund zu mir?
Einfach gesagt - indem Sie zu ihm fahren, ihn ansehen und sich entscheiden. Ein Besuch von ihnen bei
der Abgabe- oder Pflegestelle hat den Vorteil, den jeweiligen Hund in seiner gewohnten Umgebung zu
erleben und sein Verhalten einschätzen zu können.
Wir erleben zahlreiche Fälle
in denen diese Kennenlerntreffen von Interessenten zum Teil zwei-, dreimal auf
sich genommen werden, um sicher zu sein dass er oder sie genau der richtige Partner ist.
Sind Fahrketten möglich? Aus den Erfahrungen der Vergangenheit werden wir Fahrketten zum Transfer
von NotDoggen nur in absoluten, akuten Notfällen organisieren. Zum einen ist eine Fahrkette eine
versicherungsrechtliche Grauzone was Haftungsansprüche im Schadensfall betrifft, da der Hund
vom Verein "übernommen" wurde und der Verein nun auch die volle Verantwortung für das Tier trägt.
Zum andern sind Fahrketten zu oft "schief gegangen", sei es durch Mißverständnisse, mangelnde
Kommuniktion oder Unzuverlässigkeit, waren traumatisch und belastend für die Hunde, frustrierend
für die Beteiligten und haben nicht häufig eine immensen zeitlichen und finanziellen Aufwand
für den Verein und das Team bedeutet.
Abschließend
Es gibt immer wieder Menschen, die unseren Vermittlungsablauf nicht nachvollziehen können oder wollen,
die über die "Bürokratie" und die "Abläufe" schimpfen und die mit Formularen und Unterschriften so
rein gar nix "am Hut haben". Manchmal haben wir sogar den Eindruck
, diese Zeitgenossen sind der Meinung, wir müssten froh sein, dass sie sich
gerade für einen unserer Hunde interessieren und uns einen Hund "abnehmen". Das ist eine
Fehleinschätzung.
Wir betonen nochmals an dieser Stelle: Wir freuen uns über jeden
Interessenten, der einer in Not geratenen Deutschen Dogge ein neues Zuhause geben möchte. Wir
sind stets bestrebt den richtigen Hund in die richtige Familie zu vermitteln. Nur so gibt es die
größtmögliche Gewähr ,dass Rückläufer vermieden werden und Hund und neue Halter langfristig
miteinander glücklich werden können. Der gesamte Vermittlungsprozess basiert auf einem
Vertrauensverhältnis aller Beteiligten und das kann nur entstehen, wenn auf allen Seiten
Offenheit und Glaubwürdigkeit vorherrschen. Nur so lässt sich ein guter Kontakt auch über Jahre
hinaus pflegen. Darauf legen wir wesentlich mehr Wert als nur "mal schnell" einen Hund
unterzubringen.
Diesen Qualitätsanspruch in der Vermittlung führen wir nicht nur im
Selbstverständnis einer Tierschutzorganisation, sondern diesen Anspruch schulden wir sowohl dem
Interessenten, dem Abgebenden und natürlich auch den uns anvertrauten Hunden.


